Herren machen Boden gut, aber Abstiegsgefahr bleibt
13.05.2013
Damen:
Sa, 11.05.2013
Zehlendorfer Wespen - Eintracht Frankfurt 4:1 (3:0)
So, 12.05.2013
Zehlendorfer Wespen - SC Frankfurt 1880 1:1 (0:1)
Herren:
Sa, 11.05.2013
Zehlendorfer Wespen - HC Ludwigsburg 3:3 (2:1)
So, 12.05.2013
Zehlendorfer Wespen - TSV Mannheim 4:1 (1:1)
Die Spieleberichte sind unter "Hockey" zu finden.
13.05.2013
Damen (Regionalliga):
Zehlendorfer Wespen - THC von Horn und Hamm 7:2
Herren (Ostliga):
Zehlendorfer Wespen - OW Friedrichshagen 4:5
BSV - Zehlendorfer Wespen 2:7
Ausführliche Infos unter "Tennis"
100 Jahre SV Zehlendorfer Wespen 1911 e.V.
Die Gründung des „Sportverein Zehlendorf 1911 e.V.“ am 23. Februar 1911 ist eng verbunden mit der Entstehung der Villenkolonie Zehlendorf West. Sieben Tennisplätze und ein strohgedecktes ländliches Clubhaus stellte gegen geringe Pacht die Zehlendorf-West Terrain-AG, die den südwestlichen Vorort Berlins erschloss, an der Roon- Ecke Flensburger Straße zur Verfügung. Bereits im ersten Jahr bildete sich aus dem Kreis der 244 Tennis-Mitglieder die Land- und Eishockey-Abteilung. Die besonders erfolgreichen Hockeydamen, die unter der Leitung einer gebürtigen Engländerin zu den besten in Deutschland gehörte, gaben sich schon 1912 den Namen „Wespen“, der 1927 als Zusatz in den Vereinsnamen aufgenommen wurde. (Abb. 1, Abb. 2 und 3)
1920 erwarben die Mitglieder das gepachtete Clubgelände in der Roonstraße und schufen damit die materielle Grundlage für den späteren Umzug des Vereins auf ein wesentlich größeres Areal. 1926 konnten zunächst durch Zukauf eines Grundstücks zwei weitere Tennisplätze gebaut werden, auch das Clubhaus vergrößerte sich durch den Vorbau einer „Glashalle“.
Die Blütezeit sportlicher und gesellschaftlicher Erfolge in den 1920er und 30er Jahren, mit jährlichen Bällen im Hotel Adlon und der herausragenden Eishockeyperiode bis 1938, endete 1943 mit der völligen Brandzerstörung des Clubhauses. Eine Notbaracke diente seit 1946 als Unterkunft bis zum Neubau 1955. (Abb. 4) Verschiedene An- und Aufbauten versuchten in den 1960er und 70er Jahren den stets steigenden Mitgliederzahlen gerecht zu werden.
Sportlich agiert der Club seit seiner Gründung im Tennis und Hockey in den oberen Berliner bzw. überregionalen Spielklassen und zeichnet sich aus durch die gute Breite seiner Leistungsmannschaften der Damen und Herren. Derzeit spielen beide 1. Tennismannschaften in der Regionalliga Nord-Ost, beide 1. Hockeymannschaften im Feld in der 2. Bundesliga, Gruppe Süd, in der Halle in der 1. Bundesliga, Gruppe Ost.
Seit 1992 integrieren die Wespen eine Rollstuhltennis-Abteilung, in der besonders jüngere Breiten- und Spitzensportler trainiert und unterstützt werden.
Aber auch herausragende Einzelsportler hatte der Club immer wieder unter seinen Mitgliedern, so in frühen Jahren Hans Moldenhauer und Daniel Prenn als Tennisgrößen, nach dem Krieg etliche Hockey-Nationalspieler/innen, aktuell elf Jugendhockey-Nationalspieler/innen und den Hockey-Olympiasieger Florian Keller (Peking 2008). Mehrfache Deutsche Meisterschaften im Rollstuhltennis, unter anderen der fünffachen Einzel-Meisterin Katharina Krüger, sprechen für das Engagement und die gute Trainerarbeit auf diesem Gebiet. (Abb. 5)
Schon 1913 begründete der Club die Tradition eines jährlichen Offenen Tennisturniers, das bis zum 2. Weltkrieg viele Tennisgrößen anlockte. Nach dem Krieg war es Edzard Reuter als Sportwart der Wespen, der von 1956 an die Tennis-Stadtmeisterschaften ins Wespennest holte, die im Jubiläumsjahr 2011 als Verbandsmeisterschaften Berlin-Brandenburg ihre 55. Neuauflage bei uns feiern.
Die sprichwörtliche Reisefreude besonders der Hockeymannschaften überwand nach dem Mauerbau ab 1963 mit weltweiten internationalen Sportkontakten die Isolation West-Berlins. Der langjährige Vorsitzende Uwe Claussen initiierte in dieser Zeit zudem zahlreiche von in- und ausländischen Clubs besuchte Zehlendorfer Hockeyturniere.
Seit Anfang der 1970er Jahre führt eine systematische und breite Jugendarbeit zu Erfolgen und Auszeichnungen der Tennis- und Hockey-Jugendmannschaften. Beide Jugendabteilungen gewannen mehrfach den Senatspreis für die beste Jugendarbeit. Rund 550 Hockey-Jugendliche spielen heute in einer der größten Jugendabteilungen Deutschlands, deren Organisation den Verein viel Einsatz kostet. Eltern und Familien spielen eine große unterstützende Rolle bei den Abläufen des ganzjährigen Sportbetriebs in beiden Sportarten. (Abb. 6)
Der Umzug des Clubs Anfang 1999 auf das nahe gelegene dreifach größere Gelände am Übergang von Zehlendorf nach Kleinmachnow, wesentlich geprägt von der Initiative des damaligen Vorsitzenden Wolfgang Görlich, vereint erstmals Tennis und Hockey auf eigenem Grund und Boden und erhöhte die Mitgliederzahlen auf über 2000. Der großen Clubgemeinde den tradierten Geist von Toleranz, Respekt und Geselligkeit zu erhalten, ist eine der wichtigen Aufgaben des derzeitigen Vorstandes unter Claudius Jochheim. Gemeinsam mit den hauptamtlichen Mitarbeitern, die in der Geschäftsstelle ebenso wie in der Leitung der Tennis- und Hockeyabteilung „mit Herz und Hirn“ agieren, führen sie die 100-jährigen Wespen auf der Höhe der Zeit. Zehn Tennisplätze, ein Kunstrasen-Hockeyplatz und ein Clubhaus mit Schwimmbad, Kraftraum und einer hoch geschätzten Gastronomie sichern dem Club seine Attraktivität und einen guten Start in die nächsten 100 Jahre. (Abb. 7)
Legende zu den Abb.:
Abb. 1:
Das strohgedeckte Clubhaus von 1911 in der noch weitgehend unbebauten Roonstraße
Abb. 2:
Die erfolgreiche Damen-Hockeymannschaft in den 1920er Jahren
Abb. 3: Spielszene der Hockeydamen um 1920
Abb. 4:
Tennisplätze und Nachkriegs-Clubhaus beim 50. Jubiläum 1961
Abb. 5:
Fünffache Deutsche Meisterin im Rollstuhltennis und Paralympics-Teilnehmerin Katharina Krüger, hier im Mixed mit dem mehrfachen Clubmeister Max Osterhorn
Abb. 6:
Mit rund 550 Hockey-Jugendlichen stellen die Wespen eine der größten Jugendabteilungen Deutschlands
Abb. 7
Mittelpunkt der neuen großzügigen Anlage der Zehlendorfer Wespen ist das Clubhaus, das dem Feiern der sportlichen Erfolge ebenso wie dem geselligen Leben der Wespenfamilie genügend Raum bietet
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